Montag, 28. Dezember 2015

Schwarzwaldrunde

Kilometer 36444 bis 36584

Am Samstag habe ich das schöne Wetter erneut genutzt und habe mich zu einer kleinen Schwarzwaldrunde aufgemacht. Das Navi hat mich über die Option "Kurvige Strecke" zunächst nach Freudenstadt geführt, wo ich einmal um den Marktplatz gelaufen bin. Dann habe ich eine Route Richtung Calw eingegeben. die hat mir aber zunächst nicht gefallen.

Über "Alternative Route" fand ich eine, die mich über einen Teil der Schwarzwaldhochstraße nach Calw führte. Die habe ich genommen. In Calw gabs dann noch einen kleinen Abstecher nach Monbachtal, wo die Liebenzeller Mission ein pietistisch durchgeistigtes Café betreibt, in dem es Kaffee und Kuchen gab. Dann gings wieder heim.

Allem Anschein nach wird das die letzte Motorradfahrt in diesem Jahr gewesen sein. Für Januar/Februar rechne ich nicht mit viel Gelegenheiten fürs Motorradfahren. Ich fahre ausschließlich bei trockenem Wetter und bei einer Mindesttemperatur von 5°C.

Allerdings muss das Motorrad jetzt wirklich endlich in die Inspektion. Vielleicht gibt es in dem Zusammenhang dann ja irgendwas Spannendes zu berichten.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Navigation

Kilometer 36352 bis 36444

Ich habe mir ein Navigationsgerät geleistet, dass ich bei den letzten Fahrten ausprobiert habe. Ich komme immer besser damit zurecht und wage mich allmählich an eine erste Beurteilung. Es handelt sich um ein Becker "Mamba" mit einer soliden Motorradhalterung. Meine Elektroinstallation ist etwas fragwürdig und muss beizeiten noch von einer Fachwerkstatt überarbeitet werden (das Kabel muss bei abmontiertem Tank besser verlegt und es müssen vernünftige Stecker eingebaut werden - gegenwärtig hängt es noch direkt an den Batteriepolen). Das Gerät kann ausschließlich über Windows-PCs aktualisiert werden, was ich als großen Nachteil empfinde. Eigentlich arbeite ich mit Apple-Geräten, aber noch verfüge ich über ein Laptop, das unter Windows läuft. Wenn das mal schlapp macht muss ich improvisieren.


Als Routenanweisung hatte ich dem Navi heute "Horb" mit Zwischenziel "Haigerloch" angegeben und die Variante "kurvige Strecke" gewählt. Tatsächlich wurde ich dabei über Straßen geführt, die ich bislang noch nicht kenne. Dass der erste Abschnitt aus Tübingen heraus wenig kurvig war ist dem Gerät nicht anzulasten.

In Horb trank ich Kaffee und aß Kuchen und gab dann meine Heimatadresse als Ziel ein mit der Variante "direkter Weg".  Anfangs steuerte ich allerdings genau in die Gegenrichtung. Das Gerät ist in der Lage schnell neue Routen zu berechnen und tut dies mit dieser (für mich immer noch verwunderlichen) Navigationsgerät-typischen Geduld jedes Mal, wenn ich mich nicht an seine Richtungsanweisung halte.

Die Bedienung mit Handschuhen ist erstaunlich einfach möglich - so muss ich z.B. gelegentlich die Anzeigengröße variieren. Das wäre natürlich nicht nötig, wenn das Gerät innerorts selbsttätig einen größeren Maßstab wählen würde, wie es das TomTom im Auto macht. Ich habe kein Headset sondern schaue auf den Bildschirm. Das mache ich im Auto auch so. Akustische Routenanweisungen benötige ich eigentlich nicht. Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Situation, in der ich nicht mit einem kurzen Blick meine Route ermittelt hätte.


Obwohl da oben rechts jetzt 36444 steht zeigt der Tacho gegenwärtig 34944 an - ich bin für den unbefangenen Betrachter also dicht an der 35000 Km-Marke, an der eine Inspektion fällig ist. Bei der Inspektion wird das Ventilspiel eingestellt. Der Tank muss also runter. Da können die ja das Kabel neu verlegen. Auch der rechte Kofferhalter sollte von der Werkstatt anmontiert werden. Eine der vier Schrauben ist so ein absonderliche Feingewindeschraube, die mein Metallwarenhändler nicht auf Lager hat. Nach der Inspektion werde dann wieder den aktuellen Tachostand angeben. Dass ich 1500 Kilometer ohne Tacho gefahren bin als die Tachoantriebsschnecke defekt war versinkt so im Dunst der Vergangenheit.

Urlaubspläne

Seit einigen Wochen trage ich mich mit Urlaubsplänen: Ich will in der ersten Augustwoche in Slowenien paddeln gehen. Nun ist eine Motorradfahrt nicht eben die geeignete Reiseform um ein Boot und eine umfängliche Wildwasserausrüstung an die über 600 Kilometer entfernte Soča zu bekommen, aber ich habe die Möglichkeit mein Boot und meine Ausrüstung der Jugendgruppe unseres Kanuklubs mitzugeben, die ich dann auf ihren Fahrten begleiten werde. So kann ich mit kleinem Gepäck in aller Ruhe die 650 Kilometer zurück legen.


Ich schätze, dass ich diese für eine Autofahrt wenig beeindruckende Distanz in zwei Tagesetappen bewältigen werde. Zunächst fahre ich an einem Nachmittag/Abend in voraussichtlich drei Stunden an die österreichische Grenze nach Kufstein und suche mir dort eine günstige Pension. Dann mache ich mich an die Alpenüberquerung für die ich mir die Großglockner-Hochalpenstraße und einen kleinen Pass nach Zaga ins Sočatal ausgesucht habe. Für diese Strecke, die eigentlich nicht länger als die des ersten Tags sein wird, werde ich mindestens sechs Stunden benötigen. Ich hoffe sehr, dass das Wetter kooperiert.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Nikolausfahrt

Kilometer 35975 bis 36080

Wann hat man schon mal Gelegenheit am sechsten Dezember eine vergnügliche Rundfahrt mit dem Motorrad zu unternehmen? Die Wettervorhersage für diesen Sonntag war blendend und ich bin etwas früher gestartet als ich das vielleicht hätte tun sollen.


Ich wollte herausfinden, ob die neuen Motorradkoffer, die ich günstig erstanden habe, das Fahrverhalten in irgendeiner Weise beeinflussen - insbesondere dann, wenn nur einer montiert ist, was trotz inzwischen drei Besuchen im versierten Metallfachhandel zum Zweck des Schraubenerwerbs der Fall ist. Am Heckträger der Transalp sind erstaunlicherweise völlig unterschiedliche Schrauben verbaut, so dass ich jedesmal die falschen mitgebracht habe. Zuletzt mußte ich wahrnehmen, dass die Schraube, die rechts den Auspuff hält keine M8 sondern vermutlich eine M9 ist.

Die Sonne schien zwar schon aber auf der Strecke, die nach Sulz ins Neckartal führte lag noch Reif und jede Menge Streusalz. Ich bin außerordentlich verhalten und gemächlich diese kurvige Straße hinab gefahren und war froh, dass mir kein Auto hinterher fuhr, das mich womöglich bedrängt hätte.

In Horb machte ich wieder mal ein kleine Pause und nahm Zwiebelkuchen zu mir. Dann fuhr ich nach Bieringen, wo ich noch ein paar Fotos mit Motorrad und Seitenkoffern gemacht habe. Ich habe die klobigen Alukoffer mit auffälligem Reflektionsband beklebt. Das gefällt sicher nicht jedem. Mir aber. Ich fühle mich erheblich sicherer, wenn ich besser wahr genommen werde.