Sonntag, 26. April 2015

Sonntagsfahrt mit Pausen

Kilometer 30232 bis 30323


Ganz allmählich werde ich entspannter - nach knapp 2500 Kilometern seit November wird das auch Zeit. Nach den häufigen Fahrten zur Arbeit in den vergangenen 14 Tagen (8 von 10 Arbeitstagen = ca. 640 Kilometer) habe ich mir heute mal wieder eine Entspannungsfahrt über die Schwäbische Alb gegönnt. Unterwegs bin ich an der Gedenkstätte Grafeneck abgebogen und habe mich da ein wenig umgesehen. Da ich selbst schon mit behinderten Menschen gearbeitet habe löst die Tatsache, dass da gleich zu Beginn des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1940 über 10.000 Menschen in unserer unmittelbaren Nähe systematisch ermordet wurden, Wut und Trauer aus.

Ich hatte mich für die Strecke im Lautertal entschieden weil wir dort häufig (vor allem im Winter) paddeln gehen. Bei diesen Paddeltouren nimmt man selten die Möglichkeit wahr mal links oder rechts abzubiegen und sich etwas anzusehen. Das kann ich jetzt mit dem Motorrad machen.

Ich habe fortwährend ein schlechtes Gewissen, wenn ich derartige "Vergnügungsfahrten" unternehme. Zu meiner Überraschung wird mir jetzt, da es wärmer geworden ist, bewusst, dass derartige Fahrten in Motorradkreisen die Regel sind. Es sind ungeheuer viel Motorräder unterwegs, die offenbar kein festes Ziel haben und einfach nur zum Spaß durchs Land brausen. Ich muss noch viel entspannter werden und mein schlechtes Gewissen abschütteln. Zum Abschluss habe ich noch eine weitere kleine Pause am Rossberg gemacht.

Montag, 20. April 2015

Inspektion fällig

Dank des guten Wetters finden jetzt viele Fahrten zur Arbeit statt (wo ich das Motorrad stets gut im Blick habe wenn ich aus dem Bürofenster schaue). Das lässt die 30.000 Kilometer-Inspektion rasend schnell näher rücken. Morgen überschreite ich diese magische Ziffer. Mit der Werkstatt habe ich inzwischen Kontakt aufgenommen. Ich bin gespannt, wann ich einen Termin bekomme.

Donnerstag, 16. April 2015

Fahrsicherheitstraining

Kilometer 29647 bis 29797

Heute habe ich 44 Kilometer auf dem Verkehrsübungsplatz in Leonberg und insgesamt 150 Kilometer auf dem Motorrad zurück gelegt. Ich habe an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen, das bei mir gemischte Gefühle zurück gelassen hat. Zwar haben wir Teilnehmerinnen und Teilnehmer allerhand Übungen gemacht, die wir im normalen Straßenverkehr nicht machen würden, aber als "Wiedereinsteigerkurs" hat das Training sein Thema in meinen Augen verfehlt.


Immerhin sind enges Kurvenfahren, Slalomfahrten, Langsamfahren, Vollbremsungen, ungünstige Anfahrsituationen und auch Ausweichmanöver jetzt weniger knifflig - wir haben sie ausdauernd geübt -, aber geänderte Rahmenrichtlinien oder Grundtugenden des Verhaltens im Straßenverkehr (Regeln beachten, Richtung anzeigen, ...) wurden nicht behandelt.


In der Kursevaluation habe ich das bemängelt. Dem wurde entgegen gehalten, dass diese Aspekte früher Teil des Trainings waren aber als zu "oberlehrerhaft" empfunden und deshalb irgendwann weg gelassen wurden. Mir will nicht recht klar werden wie "Verkehrssicherheit" ohne diese Grundtugenden erlangt werden kann.

Die Gruppe, die an dem Training teilnahm war höchst inhomogen - sowohl von den Motorrädern her als auch von den Fertigkeiten mit diesen. Es war dennoch ein nettes Rudel Leute und ich habe einiges über moderne Motorräder gelernt. Besonders gut hat mir eine ganz neue Ducati-Scrambler gefallen. Ich habe immer schon davon geträumt eine alte Scrambler zu fahren. Leider war mir die immer zu klein. Die neue Scrambler ist es leider auch.

Einschließlich der heutigen Fahrt habe ich in dieser Woche ungefähr 450 Kilometer auf dem Motorrad zurück gelegt. Es war eben trockenes warmes Wetter und eine Strecke zur Arbeit sind ziemlich genau 40 Kilometer. Die 30.000 Kilometer-Inspektion rückt mit Riesenschritten näher und ich weiß noch nicht ob ich den örtlichen Motorradhändler (ein total chaotischer Laden) oder den in einiger Distanz liegenden Honda-Vertragshändler bemühen soll. Wahrscheinlich macht sich ein Honda-Stempel im Wartungsheft ganz gut. Die Werkstatt in der Nachbarschaft kann ich für kleinere Reparaturen oder Anbauten (Zusatzscheinwerfer/Kofferträger) einspannen (wenn ich die nicht selbst montiere).

Montag, 13. April 2015

Mittagspause

Heute bin ich endlich mal mit dem Motorrad zur Arbeit gefahren und ich habe die Absicht, das den Rest der Woche auch zu tun (mit Ausnahme des Donnerstags, an dem ich frei und andere Pläne für das Motorrad habe).

In meiner Mittagspause habe ich mich auch aufs Motorrad geschwungen und ziemlich exakt eine halbe Stunde damit verbracht einen etwas zweifelhaften Rundkurs im Stuttgarter Südwesten zu absolvieren.

Samstag, 11. April 2015

Gedrängel


Ich wollte mich beim örtlichen Honda-Händler über die Vorgehensweise bei der Anbahnung der 30 000 - Kilomter-Inspektion erkundigen, aber dort war eine Art Massenauflauf. Offenbar wird so etwas wie ein "Saisonbeginn" zelebriert. Ich habe mich nach kurzer Begutachtung des üppigen Motorradangebots wieder aus dem Staub gemacht. Die Transalp machte immerhin ein gute Figur unter all den schnittigen Krafträdern, die da standen.

Freitag, 10. April 2015

Gartenarbeit

Kilometer 29146 bis 29329

Meine Mutter hatte mich schon vor 14 Tagen gebeten mal bei ihr vorbei zu schauen um ein paar Sträucher auszugraben. Ich hatte mir schließlich diesen Freitag frei genommen weil es sich an einem normalen Wochentag nicht einrichten ließ nach der Arbeit zu ihr zu fahren. Heute war so blendendes Wetter, dass ich diesen Arbeitsauftrag mit einer ersten ausgedehnteren Motorradfahrt verbinden konnte.

Mein Weg führte mich über die B27 auf die A81 Richtung Norden. Als ich an Leonberg vorbei kam machte ich einen kleinen Abstecher zum ADAC-Verkehrsübungsplatz, wo ich kommenden Donnerstag einen "Wiedereinsteigerkurs" besuchen werde.
Ich beobachtete dort zahlreiche Motorradfahrer, die so einen Kurs offenbar schon heute belegt hatten. Hoffentlich haben wir am Donnerstag ähnlich gutes Wetter.

Kurz vor meinem Ziel fuhr ich noch einen kleinen Umweg weil ich viel zu früh da war - eine Autobahnfahrt an einem späten Freitagvormittag kann zügig vonstatten gehen, wenn es auf der Strecke keine nennenswerten Behinderungen gibt. Das war heute nicht der Fall.

Nach getaner Arbeit bekam ich ein nahrhaftes Mittagessen und einen belebenden Kaffee und machte mich wieder auf den Heimweg.

Diesmal wählte ich die B14 und die B29 und geriet in den Freitagnachmittags- Feierabendverkehr. So kommt es, dass ich auf der kürzeren Strecke ohne Abzweige und Umwege länger unterwegs war als auf dem etwas weiteren Hinweg.

Beide Strecken waren erheblich weniger angenehm als meine abendlichen Kurztrips am Albrand. Autobahn- und Bundesstraßenfahren ist ziemlich witzlos. Insbesondere bei konstanter Geschwindigkeitsbegrenzung. Ich sollte mich mehr mit Motorradnavigation beschäftigen und gezielt Landstraßen auswählen.

Freitag, 3. April 2015

...eben mal zum Tanken

Kilometer 28946 - 29017


Eigentlich wollte ich nur mal eben Tanken fahren. Das hat dann fast zwei Stunden gedauert weil ich erst mal einen ca. 70 Kilometer langen Umweg gefahren bin und dann nochmal am Bootshaus vorbei fuhr, wo ich Charly und Sabine getroffen habe, die ein neues Boot angeliefert haben, das natürlich ausgiebig gewürdigt werden musste.


Mein Weg führte mich bis zu einem Starzelabschnitt, der - wie ich herausfand - heute genug Wasser für eine Bootsfahrt gehabt hätte. Beim nächsten Mal paddele ich wieder. Motorradfahren hat aber auch Spaß gemacht.