Dienstag, 17. März 2015

Nachtfahrt mit neuem Helm

Motorradfahren kann abenteuerlich, aufregend und spannend sein. Heute wars anfangs erstmal nur abenteuerlich. Ich habe die Batterie vom Ladegerät genommen und eingebaut und bin losgefahren weil ich mich mit Biki in Herrenberg treffen wollte. Nach 500 Metern ging die Maschine aus. Ich war fest davon überzeugt, dass das mit der alten Batterie zusammenhing und machte mich auf den Weg das schwere Ding die 500 Meter zurück nach Hause zu schieben. Beim Motorradladen an der Ecke angekommen versuchte ich es noch einmal zu starten und nahm erst dort wahr, dass ich vergessen hatte den Benzinhahn aufzudrehen. Ich orgelte also los, war erfolglos, zog aber die Aufmerksamkeit des Motorradhändlers auf mich, bei dem ich vor 25 Jahren schon mit meiner Kawasaki Kunde gewesen bein (damals hatte er noch einen winzigen Laden in der Herrenberger Straße).

Ich erkundigte mich, ob ich das Motorrad dort stehen lassen könne weil ich jetzt doch in Zeitdruck geriet. Er meinte, dass es morgen vermutlich auch nicht starten würde, wenn es jetzt nicht klappt und drückte auch mal auf den Anlasser. Wundersamerweise sprang die Maschine jetzt an. Offenbar war inzwischen genug Benzin in den Vergaser gelaufen. Der Händler, der nicht gerade für sein zuvorkommendes Wesen bekannt ist, hat nun einen Stein im Brett bei mir. Wenn wieder etwas mit dem Maschinchen ist schiebe ich es zu ihm. Er scheint doch ein Händchen für Motorräder zu haben.

Ich schwang mich wieder auf die Maschine und brauste damit in der einsetzenden Dämmerung nach Herrenberg. Dort plauderte ich ein wenig mit Biki, die ich übers Paddeln kennen gelernt habe und die selbst eifrig Motorrad fährt und über beides ein Tagebuch führt. Sie hatte einen hochwertigen Helm zu verkaufen, den ich aufprobierte und - weil er besser als mein alter Helm passt - gleich behielt. Mit diesem neuen Helm bin ich dann in der Dunkelheit zurück nach Hause gefahren und habe mi Erstaunen festgestellt, dass man trotz aufgesetztem Helm den Kopf drehen kann, auch seitlich etwas sieht und dass Motorradfahren gar nicht so laut ist. Großartig ist auch, dass ich  beim Helmauf- und -absetzen künftig die Brille aufbehalten kann weil es sich um einen Klapphelm handelt.

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