Freitag, 20. März 2015

Feierabendrunde

Kilometer 28878 - 28909

Ich trainiere ja intensiv das ökologische Gewissen zu unterdrücken. Ganz will es mir jedoch nicht gelingen. Heute hatte ich wieder mal den Plan mit dem Motorrad zur Arbeit zu fahren und diesmal scheiterte der wirklich an der Kälte (0°C). Um diese Enttäuschung auszugleichen habe ich am Nachmittag noch eine Runde über die "Härten" unternommen. Bei Kirchentellinsfurt wollte ich wieder nach Einsiedel abbiegen aber die Straße, die zwischenzeitlich wieder befahrbar war, ist heute wieder abgeschrankt.

Mittwoch, 18. März 2015

Fahrt auf den Roßberg

Kilometer 28811- 28878

Eigentlich hatte ich ja den Plan heute morgen erneut mit dem Motorrad zur Arbeit zu fahren. Ich war aber schon so früh wach, dass ich mich entschloss mit dem Auto zu fahren (dabei stellte es sich heraus, dass es auch schon vor Sechs Uhr warm genug für eine Fahrt mit dem Motorrad gewesen wäre). Entsprechend früh konnte ich Feierabend machen und noch eine unökologische Fahrt auf die Schwäbische Alb unternehmen. Die Temperaturen lagen knapp unter 20°C, ich hatte den neuen Helm auf und meine 30 Jahre alte Lederkombi angezogen, an der zwar ein paar Nähte erneuert werden müssen, die mir aber noch prima passt.

Leder hat den Vorteil bei Wärme nicht an der Haut zu kleben. Die vortrefflich warme Nylonhose, die ich mir geleistet habe klebt und behindert mich, wenn es warm ist.


Meine Fahrt führte mich - wie geplant - über Gomaringen über Talheim und Melchingen letztlich auf den Roßberg, wo ich eine von daheim mitgebrachte Brezel vertilgte und die Nachmittagssonne genoss. Mein Plan war eigentlich gewesen den schmalen Waldweg hinunter nach Gönningen zu fahren aber der war noch abgeschrankt. Ich war nicht dreist genug die Schranke zu umfahren und fuhr zurück über Genkingen hinunter nach Gönningen.
Das Tracking-Programm hat Strecke und Fahrtdaten aufgezeichnet und allmählich gewöhne ich mich an die kleinen Screenshots.

Dienstag, 17. März 2015

Nachtfahrt mit neuem Helm

Motorradfahren kann abenteuerlich, aufregend und spannend sein. Heute wars anfangs erstmal nur abenteuerlich. Ich habe die Batterie vom Ladegerät genommen und eingebaut und bin losgefahren weil ich mich mit Biki in Herrenberg treffen wollte. Nach 500 Metern ging die Maschine aus. Ich war fest davon überzeugt, dass das mit der alten Batterie zusammenhing und machte mich auf den Weg das schwere Ding die 500 Meter zurück nach Hause zu schieben. Beim Motorradladen an der Ecke angekommen versuchte ich es noch einmal zu starten und nahm erst dort wahr, dass ich vergessen hatte den Benzinhahn aufzudrehen. Ich orgelte also los, war erfolglos, zog aber die Aufmerksamkeit des Motorradhändlers auf mich, bei dem ich vor 25 Jahren schon mit meiner Kawasaki Kunde gewesen bein (damals hatte er noch einen winzigen Laden in der Herrenberger Straße).

Ich erkundigte mich, ob ich das Motorrad dort stehen lassen könne weil ich jetzt doch in Zeitdruck geriet. Er meinte, dass es morgen vermutlich auch nicht starten würde, wenn es jetzt nicht klappt und drückte auch mal auf den Anlasser. Wundersamerweise sprang die Maschine jetzt an. Offenbar war inzwischen genug Benzin in den Vergaser gelaufen. Der Händler, der nicht gerade für sein zuvorkommendes Wesen bekannt ist, hat nun einen Stein im Brett bei mir. Wenn wieder etwas mit dem Maschinchen ist schiebe ich es zu ihm. Er scheint doch ein Händchen für Motorräder zu haben.

Ich schwang mich wieder auf die Maschine und brauste damit in der einsetzenden Dämmerung nach Herrenberg. Dort plauderte ich ein wenig mit Biki, die ich übers Paddeln kennen gelernt habe und die selbst eifrig Motorrad fährt und über beides ein Tagebuch führt. Sie hatte einen hochwertigen Helm zu verkaufen, den ich aufprobierte und - weil er besser als mein alter Helm passt - gleich behielt. Mit diesem neuen Helm bin ich dann in der Dunkelheit zurück nach Hause gefahren und habe mi Erstaunen festgestellt, dass man trotz aufgesetztem Helm den Kopf drehen kann, auch seitlich etwas sieht und dass Motorradfahren gar nicht so laut ist. Großartig ist auch, dass ich  beim Helmauf- und -absetzen künftig die Brille aufbehalten kann weil es sich um einen Klapphelm handelt.

Freitag, 13. März 2015

Energiekrise

Kilometer 28726 bis 28774

Jetzt wollte ich heute morgen bei 0° - 2°C noch ein drittes Mal mit dem Motorrad zur Arbeit fahren, da springt dieses angeblich so verlässliche Prachtstück doch einfach nicht an. Ich hatte es eilig, zog mich also wieder um (drei Schichten runter, eine drauf) und fuhr mit dem Auto. Gut, dass das parallel zur Verfügung steht.

Wie ich dann von der Arbeit kam habe ich doch noch einen Startversuch gemacht und siehe da, die Maschine brabbelte los. Jetzt machte ich den Fehler den Motor noch einmal aus zu machen um einen Happen zu essen und wieder allerlei Schichten Klamotten anzulegen. Wie ich wieder zum Motorrad kam und es starten wollte, sprang es erneut nicht an.

Rudie, mein Motorradbegeisterter Nachbar, kam vorbei und schob an. Wir wechselten und ich schob ihn an. Aber es gelang uns nicht das Maschinchen zum Leben zu erwecken. Also behalf ich mir erneut mit dem Auto: das Motorrad bekam Starthilfe und sprang mit Hilfe der Autobatterie klaglos an. Es lag also an der Batterie.

Ich machte mich zu einer längeren Runde auf um die Batterie wieder aufzuladen, argwöhne aber, dass die - da ich ja vorgestern noch knapp 80 Kilometer mit dem Motorrad gefahren bin - am Ende ist. Das werde ich am Wochenende rauskriegen.

Die Fahrt zum Aufladen der Batterie (inklusive Tankpause) hat immerhin - mit Ausnahme des Staus vor Ofterdingen - jede Menge Spaß gemacht. Ich muss mir eine verkehrsärmere Ausfallstrecke aus der Tübinger Südstadt suchen. Vermutlich wäre es pfiffiger nach Gomaringen abzubiegen oder hinter Dusslingen nach Nehren zu fahren um dem dichten Verkehr Richtung Balingen aus dem Weg zu gehen.

Donnerstag, 12. März 2015

Berufspendeln

Zweimal in dieser Woche bin ich mit dem Motorrad zur Arbeit gefahren. Dabei bin ich morgens über die B27 auf einer etwas längeren Strecke trotz Stau stets etwas schneller gewesen als nachmittags auf dem direkteren Weg über Landstraßen und durch die Siedlungen am südlichen Rand Stuttgarts. Die längeren Rückfahrten haben - nicht nur wegen der milderen Temperaturen am Nachmittag/Abend und trotz der längeren Dauer - erheblich mehr Spaß gemacht.

Bei der Hinfahrt war ich jeweils dick eingepackt weil es morgen noch eisig kalt war. Auf der Rückfahrt habe ich dann weniger angezogen und kam am ersten Tag (Montag) dennoch richtig ins Schwitzen.


An den "Motorradtagen" bot sich aus meinem Bürofenster wieder dieser Blick auf mein "Fluchtfahrzeug".

Staufahrten:
Ein mir bislang noch nicht recht bekanntes Problem bildete der morgendliche Stau auf der B27. Da ich gegenwärtig noch nicht vor dem dichten Berufsverkehr fahren kann (Kälte, Tageslicht) gerate ich in diesen Stau und muss mich entscheiden ob ich mich rechtswidrig in der Mitte durch schlängele oder artig einreihe und Stop-and-go fahre. Letzteres ist so ein anstrengender Balanceakt, dass ich beide Male immer dann, wenn die Autos langsamer als 30km/h fuhren den "Mittelwäeg" wählte, der illegal und riskant ist.

Montag, 9. März 2015

Track-Test

Kilometer 28536 bis 28566

Ein neues Tracking-Programm für das Smartphone war zu testen und der lächerlich kleine Screenshot der Fahrt (links) bildet ein untrügliches Indiz dafür, dass dieser Test wenig vorteilhaft für das Programm ausfiel. Die Strecke wurde zwar korrekt aufgezeichnet  und lässt sich im Gerät auch detailliert betrachten, aber der Track lässt sich in keinem gängigen Format exportieren.

Die Fahrt, die Samstag stattfand, führte nach Einsiedel. Ich wollte nachschauen ob Rolf an seinem dort untergestellten Segelboot arbeitet. Das tat er nicht (jedenfalls nicht am späten Vormittag).

Die ursprünglich geplante Route ließ sich aufgrund einer Streckensperrung nicht realisieren - ob die diese Waldpassage an jedem Wochenende abschranken? Da muss ich mal recherchieren.

Sonntag, 1. März 2015

Testbetrieb

Am Nachmittag bin ich mit dem Motorrad zum Bootshaus gefahren um eine Runde paddeln zu gehen. Das werde ich nicht besonders häufig machen denn die An- und Auszieherei unterschiedlichster Sicherheitsausrüstungen verlangsamt so eine Aktion erheblich. Da bin ich mit dem Fahrrad schneller.


Immerhin konnte ich bei der Gelegenheit mal testen, wie es sich anfühlt, wenn ich während des Motorradfahrens einen großen Rucksack auf dem Buckel habe. Ich bin freudig überrascht. Wenn es mir noch gelingt eine Isomatte unter den Sack zu rollen kann ich ihn auf die Sitzbank aufsetzen. Wenn er so "unterfüttert" ist spüre ich ihn quasi nicht auf dem Rücken.

Mittelfristig kann der Rucksack den "Brotkasten", das alte weiße GFK-Topcase, ersetzen, bis ein solider Alukoffer (links) Gepäck und Ausrüstung aufnimmt. Den Koffer habe ich schon. Mir fehlt noch der Rahmen, an dem er befestigt wird.

Als ich nach dem sportlicheren Teil der Maßnahme (paddeln) und einem kleinen Umweg (für den wirklich sorgfältigen Test mit dem Rucksack) wieder nach Hause kam, war mein Nachbar gerade vor dem Haus.

Der Nachbar ist schuld. Daran, dass ich mir ein Motorrad gekauft habe. Denn er hat sich vergangenes Jahr auch spontan zwei Maschinen gekauft nachdem er jahrelang nicht mehr Motorrad gefahren ist. Das gab mir den Impuls mir auch wieder eine Maschine anzuschaffen. Ich bin meinem Nachbarn hierfür zu größtem Dank verpflichtet.

Unbekümmert setzte er sich auch mal auf meine Maschine und drehte damit eine kleine Runde in der Nachbarschaft. Es schien mir keine reine Freundlichkeit zu sein als er meinte, dass sich die kleine Sechshunderter "geschmeidig" fahre und dass man darauf erfreulich hoch sitze. Er ist gewöhnlich auf größeren Reisemaschinen aus bayerischer Fabrikation unterwegs.


Schlüsselfahrt

Kilometer 28505 bis 28532

Ein Bootshausschlüssel musste mal eben nach Dusslingen gebracht werden. Zwar waren die Straßen noch feucht aber das Thermometer näherte sich bereits am Vormittag der 10°C-Marke. Ich nahm also das Motorrad und für den Rückweg einen kleinen Umweg über Nehren, Kressbach und Weilheim in Kauf.

Meine Ausrede: ich musste noch tanken. So genau weiß ich nicht, wann der Tank leer ist. die Vorstellung dann in voller Fahrt den Motor abgewürgt zu kriegen und den Benzinhahn auf  'Reserve' drehen zu müssen treibt mir Schweißperlen auf die Stirn. Deshalb habe ich jetzt mal eine diesbezügliche Anfrage im Transalp-Forum platziert. Mal sehen, wie weit andere Transalpfahrer so durchschnittlich mit einer Tankfüllung kommen.