Donnerstag, 26. Februar 2015

Fahrt zur Arbeit

Kilometer 28426 bis 28505

Heute war es nun endlich soweit. Ich hatte mit Blick auf die Wetterkarte schon einige Tage vorher beschlossen an diesem sonnigen Tag mit dem Motorrad zur Arbeit zu fahren. Als es dann morgens doch noch reichlich frostig war kam ich zwar ins Zaudern aber nachdem ich den Start etwas länger hinaus zögerte und eine zusätzliche Kleidungsschicht angezogen hatte kam es ca. 9:20 Uhr zur Abfahrt bei wirklich geringen Plusgraden (vielleicht 2°C) aber knalligem Sonnenschein.

Ich wählte den geraden Weg über die Schnellstraße, die – dort wo sie im Schatten liegt – doch noch feucht vom Nachttau war. Eine Fahrt durch den Schönbuch wäre bei diesen Bedingungen wirklich nicht ratsam gewesen. Es war wenig Verkehr und nach dem Warmfahren bis K-furt brauste ich auch mal mit (nicht erlaubten) 140 km/h über die Straße. Kalt wurde mir erfreulicherweise nicht aber sonderlich gut bewegen konnte ich mich in den Kleidungsschichten auch nicht.

Kurz vor 10:00 Uhr in Stuttgart angekommen parkte ich das Motorrad am vorab ausgewählten Platz (den ich von meinem Bürofenster aus im Blick habe), schloss es gründlich ab, betrat das Amt, zog mich im leeren Sitzungszimmer um und machte mich an die Arbeit. Ich ertappte mich natürlich mehrmals an diesem Tag dabei, dass ich wieder nachschaute ob das Vehikel auch noch unangetastet an seinem Platz stand.

Ich hatte den Helm und die Handschuhe im nicht abschließbaren Topcase gelassen. Der Gehweg, an dem das Motorrad steht, ist ein Schulweg, so dass ich mir überlegen muss, ob ich das Risiko weiter eingehe.

Ob es wiederum erforderlich ist das Motorrad hier mitten in der Stadt und unter Blickkontrolle mit einem Kettenschloss zu sichern weiß ich nicht recht. Meine größte Sorge ist, dass ein Hund auf das Schloss pinkelt. Um das zu vermeiden kann ich es ja künftig mit einem S-Haken an den Heckträger hängen. Dann liegt es auch nicht - sollte es mal plötzlich regnen - im Nassen.

Um kurz vor 16:00 Uhr machte ich mich schon wieder auf dem Heimweg. Zunächst wählte ich den gleichen Weg, bog dann aber als es an der Autobahn zu stockendem Verkehr kam, in Echterdingen ab um über Waldenbuch und Dettenhausen durch den Schönbuch zurück zu fahren. Es herrschte recht dichter Feierabbendverkehr und ich kam nicht besonders schnell voran aber die Strecke durch den Schönbuch machte doch erheblich viel mehr Spaß als der Hinweg auf der Schnellstraße.

Ich werde jetzt künftig nicht jede Fahrt zur Arbeit wort- und bildreich erläutern. Aber diese erste Fahrt im Februar hat Erinnerungswert und muss festgehalten werden.

Nachtrag: ich liste mal die "kniffligen Situationen" und "Vorteilnahmen*" auf, in die ich auf der Rückfahrt geraten bin (auf der Hinfahrt gabs keine):
  • Ein PKW schert ohne zu blinken auf die linke Spur aus, auf der ich fahre - ich muss stark abbremsen gebe ihm die Hupe.
  • Ein PKW hält weit vor Ende des Ampelstaus um ein Auto aus einer Ausfahrt heraus zu lassen. Ich mache meine erste Vollbremsung weil ich das zu spät wahrnehme.
  • An einem Ampelstau in Echterdingen umfahre ich die Autos auf der linken Abbiegerspur weil der erste PKW seinen Blinker rechts gesetzt hat.
  • An einem Ampelstau in Dettenhausen mache ich das gleiche (obwohl ich erst ganz vorne sehe, dass der erste PKW rechts abbiegt).
* die Vorteile, die ein Motorrad bietet, beinhalten ja zwangsläufig auch knifflige Situationen weil sie sich am Rande oder auch außerhalb der Legalität befinden. Unsere Straßenverkehrsordnung ist schließlich auf PKWs ausgerichtet.

Freitag, 20. Februar 2015

Schönwetterfreitag

Kilometer 28339 bis 28426

Die Temperaturen stiegen auf 14°C. Die Sonne schien. Ich habe früh Feierabend gemacht und bin am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen nach Horb gefahren. Mehr gibt es eigentlich nicht zu berichten. Es wird Zeit, dass diese dekadenten Übungsfahrten ein Ende finden und dass ich mit dem Motorrad regulär zur Arbeit fahre.

Der Helm nervt bei längeren Fahrten. Er ist mir eine Nummer zu klein, drückt am linken Hinterkopf und verursacht nach einer Stunde Fahrt zunehmend Schmerzen. Ich muss nach einem neuen und besseren Ausschau halten.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Warmfahren

Kilometer 28303 bis 28339

Heute habe ich mir - mit Blick auf die Wetterkarte - einen Urlaubstag gegönnt. Ärgerlicherweise kam die angekündigte Sonne erst um die Mittagszeit durch die dichte Nebeldecke. Bei 4°C habe ich mich dann kurz nach 13:00 Uhr auf das Motorrad geschwungen und bin mal das erste Drittel meines künftigen Wegs zur Arbeit Richtung Norden gefahren.


Der Schlenker über Einsiedel ist zwar weiter als die Fahrt über Lustnau aber man erspart sich dabei einie Ampelstops und Stop-and-go-Phasen im Berufsverkehr. Sobald die K-furter Ausfahrt erreicht ist, ist der Motor warm und man kann einigermaßen sportlich den Anstieg hinauf nach Einsieldel angehen. Zeitlich entsteht vermutlich kein Unterschied, aber die Strecke über Einsiedel ist deutlich reizvoller und man bleibt im Fluss.

Beim Rückweg über Bebenhausen war ich gezwungen über die Wanne zu fahren weil die direkte Landstraße nach Tübingen gesperrt war. Ich habe dann noch einen Schlenker rund um die Stadt gemacht. Als ich allmählich kalte Finger bekam war ich auch - nach einer Dreiviertelstunde - schon wieder zuhause.

Diesmal habe ich die Technik bemüht die Strecke aufzuzeichnen.

Freitag, 13. Februar 2015

Feierabend-"Doppel-8"

Kilometer 28272 bis 28303

Eigentlich wollte ich heute erstmalig mit dem Motorrad zur Arbeit fahren. Die eisigen Temperaturen haben mich am Morgen aber doch davon abgehalten. Um Halbacht hatten wir noch -4,5°C. Frühestens gegen 10:00 Uhr wären die Temperaturen über den Gefrierpunkt gestiegen.

Stattdessen habe ich schließlich früh Feierabend gemacht, war kurz vor Vier zuhause, habe die frisch geladene Batterie wieder eingebaut und mich in meine Motorradrüstung gezwängt. Dann habe ich eine knappe Stunde lang bei ca. 10°C die nähere Umgebung in Form einer doppelten "8" abgefahren*, habe unterwegs getankt und bin gegen 17:00 Uhr bei ganz allmählich einsetzender Dämmerung und leichter Abkühlung wieder zuhause angekommen.

In der langen Fahrpause gab es keine nennenswerten Anschaffungen und Neuerungen. Ich habe mich zwar bezüglich Koffersystemen umgetan aber so richtig attraktiv finde ich keines davon. Ich werde wohl noch ein Weilchen mit dem antiquierten weißen Glasfieber-Top-Case durch die Gegend fahren.
Ach ja, eine Neuerung gibt es: ich habe die Motorradschlüssel jetzt an einem "Zweirad"-Schlüsselanhänger. Der liegt während der Fahrt satt zischen Zündschloss und Lenkstange.


* Das Zeichnen einer Karte ist gescheitert. Mein Computer befindet sich in den letzten Zügen und bricht jeden Augenblick zusammen. Die Strecke führte über den Tübinger Galgenberg nach Derendingen, von da aus nach weilheim, über die Felder nach Kilchberg, zurück nach Tübingen (vorbei am Freibad) zur Aral-Tankstelle, wo ich knapp sechs Liter Super-E10 tankte Richtung Reutlingen über die Härten und Starzach zurück nach Tübingen.