Montag, 28. Dezember 2015

Schwarzwaldrunde

Kilometer 36444 bis 36584

Am Samstag habe ich das schöne Wetter erneut genutzt und habe mich zu einer kleinen Schwarzwaldrunde aufgemacht. Das Navi hat mich über die Option "Kurvige Strecke" zunächst nach Freudenstadt geführt, wo ich einmal um den Marktplatz gelaufen bin. Dann habe ich eine Route Richtung Calw eingegeben. die hat mir aber zunächst nicht gefallen.

Über "Alternative Route" fand ich eine, die mich über einen Teil der Schwarzwaldhochstraße nach Calw führte. Die habe ich genommen. In Calw gabs dann noch einen kleinen Abstecher nach Monbachtal, wo die Liebenzeller Mission ein pietistisch durchgeistigtes Café betreibt, in dem es Kaffee und Kuchen gab. Dann gings wieder heim.

Allem Anschein nach wird das die letzte Motorradfahrt in diesem Jahr gewesen sein. Für Januar/Februar rechne ich nicht mit viel Gelegenheiten fürs Motorradfahren. Ich fahre ausschließlich bei trockenem Wetter und bei einer Mindesttemperatur von 5°C.

Allerdings muss das Motorrad jetzt wirklich endlich in die Inspektion. Vielleicht gibt es in dem Zusammenhang dann ja irgendwas Spannendes zu berichten.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Navigation

Kilometer 36352 bis 36444

Ich habe mir ein Navigationsgerät geleistet, dass ich bei den letzten Fahrten ausprobiert habe. Ich komme immer besser damit zurecht und wage mich allmählich an eine erste Beurteilung. Es handelt sich um ein Becker "Mamba" mit einer soliden Motorradhalterung. Meine Elektroinstallation ist etwas fragwürdig und muss beizeiten noch von einer Fachwerkstatt überarbeitet werden (das Kabel muss bei abmontiertem Tank besser verlegt und es müssen vernünftige Stecker eingebaut werden - gegenwärtig hängt es noch direkt an den Batteriepolen). Das Gerät kann ausschließlich über Windows-PCs aktualisiert werden, was ich als großen Nachteil empfinde. Eigentlich arbeite ich mit Apple-Geräten, aber noch verfüge ich über ein Laptop, das unter Windows läuft. Wenn das mal schlapp macht muss ich improvisieren.


Als Routenanweisung hatte ich dem Navi heute "Horb" mit Zwischenziel "Haigerloch" angegeben und die Variante "kurvige Strecke" gewählt. Tatsächlich wurde ich dabei über Straßen geführt, die ich bislang noch nicht kenne. Dass der erste Abschnitt aus Tübingen heraus wenig kurvig war ist dem Gerät nicht anzulasten.

In Horb trank ich Kaffee und aß Kuchen und gab dann meine Heimatadresse als Ziel ein mit der Variante "direkter Weg".  Anfangs steuerte ich allerdings genau in die Gegenrichtung. Das Gerät ist in der Lage schnell neue Routen zu berechnen und tut dies mit dieser (für mich immer noch verwunderlichen) Navigationsgerät-typischen Geduld jedes Mal, wenn ich mich nicht an seine Richtungsanweisung halte.

Die Bedienung mit Handschuhen ist erstaunlich einfach möglich - so muss ich z.B. gelegentlich die Anzeigengröße variieren. Das wäre natürlich nicht nötig, wenn das Gerät innerorts selbsttätig einen größeren Maßstab wählen würde, wie es das TomTom im Auto macht. Ich habe kein Headset sondern schaue auf den Bildschirm. Das mache ich im Auto auch so. Akustische Routenanweisungen benötige ich eigentlich nicht. Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Situation, in der ich nicht mit einem kurzen Blick meine Route ermittelt hätte.


Obwohl da oben rechts jetzt 36444 steht zeigt der Tacho gegenwärtig 34944 an - ich bin für den unbefangenen Betrachter also dicht an der 35000 Km-Marke, an der eine Inspektion fällig ist. Bei der Inspektion wird das Ventilspiel eingestellt. Der Tank muss also runter. Da können die ja das Kabel neu verlegen. Auch der rechte Kofferhalter sollte von der Werkstatt anmontiert werden. Eine der vier Schrauben ist so ein absonderliche Feingewindeschraube, die mein Metallwarenhändler nicht auf Lager hat. Nach der Inspektion werde dann wieder den aktuellen Tachostand angeben. Dass ich 1500 Kilometer ohne Tacho gefahren bin als die Tachoantriebsschnecke defekt war versinkt so im Dunst der Vergangenheit.

Urlaubspläne

Seit einigen Wochen trage ich mich mit Urlaubsplänen: Ich will in der ersten Augustwoche in Slowenien paddeln gehen. Nun ist eine Motorradfahrt nicht eben die geeignete Reiseform um ein Boot und eine umfängliche Wildwasserausrüstung an die über 600 Kilometer entfernte Soča zu bekommen, aber ich habe die Möglichkeit mein Boot und meine Ausrüstung der Jugendgruppe unseres Kanuklubs mitzugeben, die ich dann auf ihren Fahrten begleiten werde. So kann ich mit kleinem Gepäck in aller Ruhe die 650 Kilometer zurück legen.


Ich schätze, dass ich diese für eine Autofahrt wenig beeindruckende Distanz in zwei Tagesetappen bewältigen werde. Zunächst fahre ich an einem Nachmittag/Abend in voraussichtlich drei Stunden an die österreichische Grenze nach Kufstein und suche mir dort eine günstige Pension. Dann mache ich mich an die Alpenüberquerung für die ich mir die Großglockner-Hochalpenstraße und einen kleinen Pass nach Zaga ins Sočatal ausgesucht habe. Für diese Strecke, die eigentlich nicht länger als die des ersten Tags sein wird, werde ich mindestens sechs Stunden benötigen. Ich hoffe sehr, dass das Wetter kooperiert.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Nikolausfahrt

Kilometer 35975 bis 36080

Wann hat man schon mal Gelegenheit am sechsten Dezember eine vergnügliche Rundfahrt mit dem Motorrad zu unternehmen? Die Wettervorhersage für diesen Sonntag war blendend und ich bin etwas früher gestartet als ich das vielleicht hätte tun sollen.


Ich wollte herausfinden, ob die neuen Motorradkoffer, die ich günstig erstanden habe, das Fahrverhalten in irgendeiner Weise beeinflussen - insbesondere dann, wenn nur einer montiert ist, was trotz inzwischen drei Besuchen im versierten Metallfachhandel zum Zweck des Schraubenerwerbs der Fall ist. Am Heckträger der Transalp sind erstaunlicherweise völlig unterschiedliche Schrauben verbaut, so dass ich jedesmal die falschen mitgebracht habe. Zuletzt mußte ich wahrnehmen, dass die Schraube, die rechts den Auspuff hält keine M8 sondern vermutlich eine M9 ist.

Die Sonne schien zwar schon aber auf der Strecke, die nach Sulz ins Neckartal führte lag noch Reif und jede Menge Streusalz. Ich bin außerordentlich verhalten und gemächlich diese kurvige Straße hinab gefahren und war froh, dass mir kein Auto hinterher fuhr, das mich womöglich bedrängt hätte.

In Horb machte ich wieder mal ein kleine Pause und nahm Zwiebelkuchen zu mir. Dann fuhr ich nach Bieringen, wo ich noch ein paar Fotos mit Motorrad und Seitenkoffern gemacht habe. Ich habe die klobigen Alukoffer mit auffälligem Reflektionsband beklebt. Das gefällt sicher nicht jedem. Mir aber. Ich fühle mich erheblich sicherer, wenn ich besser wahr genommen werde.


Freitag, 20. November 2015

Erneute Schwarzwaldrundfahrt

Kilometer 35809 bis 35975


Zunächst wollte ich am vorgestrigen frühen Nachmittag nur nach Horb um einen weiteren Jahrestag mit Kaffee und Kuchen ganz für mich zu feiern. Ich hatte angesichts des milden Wetters schon am Mittag frei genommen und wählte die Route über die B27 und die Dörfer, da zuletzt ja die Neckartalstraße Richtung Horb gesperrt war.

In Horb angekommen setzte ich meinen Plan um und stattete dem Café, in dem wir gewöhnlich Neckarpaddeltouren in dieser Region abschließen, einen Besuch ab
Anschließend fuhr ich jedoch nicht auf direktem Weg nach Hause sondern entschloss mich weiter nach Westen in den östlichen Schwarzwald zu fahren. Meine Route sollte Freudenstadt "ankratzen", und über Altensteig nach Calw führen.

In Altensteig war die Beschilderung jedoch so verwirrend, dass ich erneut Richtung Westen abdriftete. Die allmählich tiefer stehende Sonne machte mir klar, dass ich mich auf den netten kleinen Waldsträßchen in die falsche Richtung bewege und irgendwann kriegte ich auch die Kurve Richtung Calw, von wo aus ich auf möglichst direktem Weg zurück nach Tübingen steuerte.

Einen etwa bangen Blick richtete ich auf die Tageskilometer weil ich dringend tanken musste. Bei 247 Kilometern musste ich schließlich auf Reserve schalten und füllte in Tübingen den Tank auf. Für die knapp 250 Kilometer hat das Motorrad knapp 13 Liter verbraucht. Das entspricht einem Durchschnittsverbrauch von 5,26 Litern. Insgesamt war ich am Mittwoch 166,6 Kilometer unterwegs und habe dafür gut drei Stunden benötigt. Es hat irre Spaß gemacht und mir sind - anders als bei der Wochenendfahrt davor - sogar ein paar Motorräder begegnet.

Sonntag, 15. November 2015

Ein volles Jahr

Kilometer 35668 bis 35809


Wer hätte geahnt, dass es bis Mitte November noch so warm ist? Die wenigsten haben damit wohl gerechnet. Nur so ist es zu erklären, dass mir bei meiner heutigen "Jubiläumsfahrt" lediglich ein einziges Motorrad begegnet ist. Eine Jubiläumsfahrt war es deshalb weil ich vor ziemlich genau einem Jahr das Motorrad gekauft habe.

Eigentlich wollte ich direkt nach Horb. Nein ursprünglich schwebte mir eine entspannte Fahrt auf der Schwarzwaldhochstraße vor. Aber als mir klar wurde, dass die irgendwo bei BadenBaden liegt besann ich mich auf nähere Ziele. Da kam ich aber leider nicht direkt hin weil Baustellen den Weg versperrten also bot ich Richtung Nagold ab, schwenkte Richtung Freudenstadt und schlug mich irgendwann über die Dörfer nach Horb durch, wo ich in einem Café das Jubiläum mit Cappuccino und Himbeertorte beging. Dann ging es über die Autobahn wieder zurück.

Jetzt nehme ich mit Schrecken wahr, dass die nächste Inspektion schon wieder überfällig ist. Ich werde morgen mal in der Werkstatt anrufen. Die freuen sich sicher, wenn sie in dieser Jahreszeit Arbeit bekommen.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Batterie aufladen

Kilometer 35400 bis 35459


Da ich nicht mehr mit dem Motorrad zur Arbeit fahre und reinen "Vergnügungsfahrten" eher skeptisch gegenüber stehe, steht das Motorrad die meiste Zeit ungenutzt in der Gegend rum. Heute hatte ich Zeit, das Wetter war annehmbar und ich habe doch mal eine kleine unnötige aber höchst spaßige Fahrt zum Rossberg unternommen.

An Wochentagen darf man bis hinauf zum Aussichtsturm fahren, was ich skrupellos gemacht habe um ein wenig die Aussicht zu genießen. Der Tübinger Geologe Friedrich August Quenstedt wird dort oben mit einem Gedenkstein geehrt.


Dienstag, 29. September 2015

Zur Tankstelle

Kilometer 35056 bis 35067

Seit es morgens entsetzlich dunkel ist fahre ich nicht mehr mit dem Motorrad zur Arbeit. Sollte ich dennoch das Bedürfnis dazu haben werde ich eben später aufbrechen. Aber zu meiner üblicher Zeit nehme ich jetzt lieber das Auto.
An den Wochenenden habe ich auch anderes zu tun als unbedingt das Motorrad zu bewegen. So kommt es, dass das Motorrad jetzt schon wieder zehn Tage ungenutzt herumsteht. Heute nachmittag hatte ich Zeit. Mit Blick auf die Kilometeranzeige (die ja nun wieder funktioniert) wurde mir bewusst, dass wieder Benzin den Tank der Maschine gefüllt werden musste. Also bin ich einen mittelgroßen Bogen zur Tankstelle gefahren damit der Motor auch wirklich warm wird.


So eine Fahrt zur Tankstelle kann dann leicht mal eine halbe Stunde dauern.


Mittwoch, 16. September 2015

Doch selbst gemacht

Kilometer 35056


Jetzt muss ich zum aktuellen Kilometerstand 33556 knapp 1500 hinzuzählen, die ich ohne funktionierenden Tacho zurück gelegt habe. Seit heute funktioniert der Tacho wieder weil ich die Antriebsschnecke am Vorderrad ausgetauscht habe.

Es war letztlich doch zu kompliziert einen Werkstatt-Termin zu bekommen. So haben die umständlichen Werkstattleute dafür gesorgt, dass ich selbst zum Schraubenschlüssel gegriffen habe und mir jetzt vorkomme wie ein routinierter Motorradschrauber. Dabei musste lediglich die Achse gelöst und herausgezogen werden. Dann ließ sich das knapp 90 Euro teure Ersatzteil ohne Schrauben aufsetzen. Alle vorher gelösten schrauben wurden wieder fest gezogen.

Montag, 7. September 2015

Ohne Kilometerzähler unterwegs

Kilometer 33556 bis 34694

Dass ich seit über 1000 Kilometern ohne Geschwindigkeitsanzeige fahre stört mich nicht weiter. Dass der Kilometerzähler sich nicht bewegt finde ich belastender. Einerseits kommt mir das ein wenig betrügerisch vor (aber ich kann nach der Reparatur ja den realen Kilometerstand nachtragen), andererseits muss ich genau Buch führen damit ich Tankstopps nicht versäume. Besonders bei "Vergnügungsfahrten, bei denen ich mir über die gefahrenen Kilometer nicht so recht klar bin stellt das ein Problem dar. Der Kassenzettel, auf dem ich meine Eintragungen mache ist auch langsam voll.

Bislang zeichne ich die Kilometerleistung noch mit einem Tracker-Programm mittels Handy auf. Wenn das mal ausfällt kann ich die zurückgelegte strecke nur mit Google-Earth rekonstruieren. So viele "Vergnügungsfahrten" kamen allerdings in der letzten Zeit gar nicht zustande. Auffälligerweise führen sie mich häufig ins Neckartal nach Horb.


Eine Ausnahme bildet die Fahrt an den Lochen-Pass, der an Wochenenden und Feiertagen für Motorradfahrer gesperrt ist. Ich kann mir jetzt erklären warum. Er lädt geradezu zum Rasen ein und die Kreuze am Wegesrand markieren den Unfalltod derer, die das mit dem Rasen übertrieben haben oder dem Rasen anderer zum Opfer gefallen sind. Und Lärm machen Motorräder schließlich auch.

Ich fuhr gemächlich hinter einem PKW hinterher, verkniff mir das Überholen und genoss Landschaft, Schräglage und Fliehkräfte.

Jetzt sollte ich mich doch aber allmählich mal darum kümmern, dass der Tacho wieder funktioniert. Es ist nicht die Tachowelle sondern die Antriebsschnecke im Vorderrad. Das wäre sicher mit überschaubarem Aufwand selbst zu reparieren aber ich scheue selbst den und mache nächstens einen Werkstatttermin.

Freitag, 31. Juli 2015

Kleine Reise

Anlässlich dringender häuslicher Arbeiten bei meiner Mutter und eines spontan frei genommenen Arbeitstags habe ich eine kleine Motorradreise über 217 Kilometer unternommen. Ich habe kleine Straßen gewählt und war deshalb durchschnittlich gerade mal knapp 57 Kilometer schnell. Deshalb bin ich auch gut Vier Stunden auf dem Motorrad gesessen und habe fest gestellt, dass das ein ideales Reisemotorrad ist, ich aber wenig reisebefähigt bin. Nach gut zwei Stunden tut mir das Kreuz weh.

Meine Streckenwahl habe ich so getroffen, dass ich Stuttgart möglichst weiträumig umfahren habe. Sie führte über kleine Nebenstraßen und ich hatte es mit wenig Verkehr zu tun. Der defekte Tacho hat mich nicht weiter gestört. Ich habe bewusster auf den Drehzahlmesser geachtet und mich bemüht meine Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen.

Das hat mich nicht vor einer außerordentlich brenzligen Situation bewahrt, die ich selbst zu verschulden habe.

Ich war auf einer sehr gut ausgebauten Straße kurz vor Sachsenheim unterwegs und habe nicht wahrgenommen, dass sie in eine bevorrechtigte Straße einmündet (das zugehörige Schild befand sich in der Innenkurve - ich war unaufmerksam).

So kam es, dass viel zu schnell zwei Verkehrsinseln auf mich zu kamen, vor denen ich jetzt eine Vollbremsung machte. Nun bremst die Transalp mit ihrer einen Scheibenbremse am Vorderrad nicht besonders gut (das Hinterrad blockierte sofort, was eine drei Meter lange Bremsspur verursacht hat), ich war immer noch zu schnell und wäre seitlich gegen die erste Verkehrsinsel gedriftet, hätte ich nicht im letzten Moment den Lenker umgerissen und wäre von der Bremse gegangen um einigermaßen kontrolliert geradeaus zwischen den Verkehrsschildern hindurch über die beiden Verkehrsinseln zu poltern. Ein Glück, dass die Transalp so etwas mitmacht - eine Straßenmaschine mit weniger Federweg hätte die hohen Bordsteinkanten nicht unbeschadet überwunden, und noch viel glücklicher: dass die Lücken zwischen den Schildern groß genug waren und dass in dem Augenblick kein Auto auf der bevorrechtigten Straße unterwegs war, auf die ich nun ziemlich rasant einschwenkte.

Ich habe erst mal auf dem nächsten Feldweg angehalten, habe mein Motorrad nach der poltrigen Überfahrung der Verkehrsinseln auf Schäden inspiziert, bin dann zurück gefahren um mir klar zu werden, wie das passieren konnte, und musste einsehen, dass ich das voll und ganz selbst zu verschulden habe weil ich nicht aufgepasst hatte.

Die klare Konsequenz ist, dass ich noch achtsamer sein muss. Eine weitere Konsequenz könnte die Anschaffung eines Navigationsgeräts sein, das ja jeden Abzweig mit einer Distanzangabe anzeigt. Die Konsequenz wegen eines solchen Vorfalls das riskante Motorradfahren ganz bleiben zu lassen ging mir natürlich auch durch den Kopf. Mit dem Auto wäre diese Situation - wenn der Blick aufs Navi sie nicht schon anfangs vereitelt hätte - nicht ohne erheblichen Schaden an Fahrgestell, Karosse und Beschilderung geblieben. So bin ich letztlich mit einem lehrreichen Schock zurückgeblieben, in den sich eine gewisse Befriedigung über die glückliche Bewältigung der Situation mischt. "Glück" hat dabei eine wirklich große Rolle gespielt.

Sonntag, 26. Juli 2015

Tachowelle futsch!

Kilometer 33460 bis 33556

Am heutigen Sonntag konnte ich mir eine weitere Vergnügungsfahrt nicht verkneifen. Das Wetter ist schön, die Temperaturen sind auf ein erträgliches Maß gesunken und ich hatte zwei Stündchen Zeit, in denen ich mich entspannen wollte.


Ich bin über das Ammertal Richtung Nagold gefahren und von da über eine wunderbar ausgebaute kurvige Starße nach Calw. Zahlreiche Motorräder sind mit da an diesem nordöstlichen Rand des Schwarzwalds begegnet. Das scheint eine sehr beliebte Ausflugsstrecke zu sein. Dann bin ich von Calw aus auf direktestem Weg zurück nach Tübingen gefahren, wo am Ortseingang plötzlich der Tacho seinen Diensts eingestellt hat.
Ich habe ein wenig herumgeschraubt weil ich hoffte, dass die Tachowelle abgerutscht ist, konnte aber nichts feststellen. Eine kleine helmlose Propbefahrt (hätte ja sien können, dass durch das Herumfummeln der Kontakt wieder hergestellt wurde) hat ein rasselndes Geräusch von vorne ergeben. Ich vermute dass die Tachowelle gebrochen ist. Ich habe schon Ersatz bestellt (Die Welle ist erstaunlich billig) und werde nächste Woche schrauben. Wenn es nicht die Welle war muss ich in die Werkstatt.

Montag, 20. Juli 2015

Leere Straßen und Regen

Kilometer 33103 bis 33218

Ein sonniger Sonntagmorgen, wochentägliche Aufstehgewohnheiten und allgemeine Unrast haben mich am Sonntagmorgen um kurz vor Sieben zu einer kleinen Ausfahrt "vor dem Frühstück" verleitet. Dass sie mich über 100 Kilometer und durch einen Gewitterguss führen sollte war nicht geplant, aber wer will schon sein Wochenende völlig durchplanen?

Gewohnheitsmäßig bin ich auf der B 27 südlich aus der Stadt gefahren weil das für mich die schnellste Möglichkeit ist raus zu kommen. Bei diesen leeren Straßen hätte ich gut auch mal die andere Richtung einschlagen können. Erst kurz vor Hechingen habe ich die B 27 verlassen weil die Ortsdurchfahrt in Ofterdingen nun schon seit Monaten gesperrt ist. Dann habe ich mich über die Hochfläche bei Gewitterluft durch das Starzel- und später das Eyachtal in Haigerloch zum Neckartal nach Horb durchgeschlagen. Anschließend steuerte ich östlich durchs Neckartal und macht zwei Schlenker auf die nördliche Hochebene um bei Bieringen schließlich wieder nach Süden aus dem Tal hinaus zu fahren. Das war ein Fehler. In Hemmendorf begann es zu regnen, in Bodelshausen machte ich die Netzeinsätze in meiner sommerlichen Motorradjacke zu und in Tübingen kam ich kurz vor Halbneun teildurchnässt zuhause an, sprang unter die Dusche und nahm ein Frühstück zu mir.

Sonntag, 28. Juni 2015

Rossberg

Als es in der vergangenen Woche mal nicht so spät wie sonst wurde bin ich nach der Arbeit (und der langen Heimfahrt) noch einmal zu einer Vergnügungsrunde aufgebrochen. Mein Weg führte mich von zuhause über die etwas dicht befahrene B 27 zum Abzweig nach Gomaringen. Von dort aus war weniger Verkehr und ich bin über Bronnweiler nach Gönningen und von aus durch den Wald direkt hinauf zum Rossberg gefahren.

Weil es an Wochentagen erlaubt ist bin ich ganz nach oben zum Aussichtsturm gefahren. Dort wurde an den Außentischen aber nicht bedient. So verkniff ich es mir einen Kaffee zu mir zu nehmen und fuhr über Genkingen, Undingen, Willmandingen, Melchingen und Mössingen/Nehren zurück  auf die B 27 und nach Hause.


Sonntag, 14. Juni 2015

Vergnügungsfahrt

Kilometer 31592 bis 31717

Wie am Kilometerstand zu erkennen ist verwende ich das Motorrad inzwischen überwiegend für Wege zur Arbeit und zurück. Da kommen täglich locker 80 Kilometer zusammen, so dass die zurückgelegte Strecke inzwischen ganz beachtlich angestiegen ist.
Heute habe ich mir wieder mal eine Vergnügungsfahrt zugestanden.

Die Fahrten zur Arbeit haben tatsächlich wenig Vergnügungscharakter. Es geht häufig früh über die Autobahnartige Bundesstraße. Dann ist es noch kühl und ich bin dick eingepackt. nachmittags knallt die Sonne vom Himmel (ich fahre nur bei verlässlich guten Wetteraussichten mit dem Zweirad). Da gerate ich dann ins Schwitzen und komme ziemlich gerädert nach Hause. Gelegentlich fahre ich - vorwiegend auf der Rückfahrt - durch den Schönbuch. Da kommt dann mal so etwas wie Fahrvergnügen auf. Wenn ich das morgens mache muss ich auch mal mit vierbeinigen Verkehrsteilnehmern rechnen: Neulich hätte ich fast zwei Wildschweine überfahren.


Heute führte mich - noch am einigermaßen kühlen Morgen - mein 125 Kilometer langer Weg über Bodelshausen, Hemmendorf, Hirrlingen, Frommenhausen hinunter ins Neckartal und dann über Sulz nach Glatt, wo ich mir das Wasserschloss angesehen habe. Das ist weitere Besuche wert. Insbesondere wenn das Café darin geöffnet ist. Morgens um 10:00 Uhr scheint das nicht der Fall zu sein.
Zurück bin ich wieder im Neckartal bis Horb gefahren, dann auf die Autobahn bis Herrenberg und durch das Ammertal zurück nach Tübingen. Ich war auf dieser Strecke gut zwei Stunden unterwegs.
So eine Fahrt buche ich noch unter "Kurztour" ab.

Wenn den Wetterorakeln glauben geschenkt werden kann fahre ich kommende Woche durchgängig mit dem Motorrad zur Arbeit. Dann sammeln sich innerhalb einer Woche wieder weitere 400 Kilometer auf dem Kilometerzähler an. Ich werde gleich mal die Kette fetten und den Ölstand prüfen.

Sonntag, 26. April 2015

Sonntagsfahrt mit Pausen

Kilometer 30232 bis 30323


Ganz allmählich werde ich entspannter - nach knapp 2500 Kilometern seit November wird das auch Zeit. Nach den häufigen Fahrten zur Arbeit in den vergangenen 14 Tagen (8 von 10 Arbeitstagen = ca. 640 Kilometer) habe ich mir heute mal wieder eine Entspannungsfahrt über die Schwäbische Alb gegönnt. Unterwegs bin ich an der Gedenkstätte Grafeneck abgebogen und habe mich da ein wenig umgesehen. Da ich selbst schon mit behinderten Menschen gearbeitet habe löst die Tatsache, dass da gleich zu Beginn des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1940 über 10.000 Menschen in unserer unmittelbaren Nähe systematisch ermordet wurden, Wut und Trauer aus.

Ich hatte mich für die Strecke im Lautertal entschieden weil wir dort häufig (vor allem im Winter) paddeln gehen. Bei diesen Paddeltouren nimmt man selten die Möglichkeit wahr mal links oder rechts abzubiegen und sich etwas anzusehen. Das kann ich jetzt mit dem Motorrad machen.

Ich habe fortwährend ein schlechtes Gewissen, wenn ich derartige "Vergnügungsfahrten" unternehme. Zu meiner Überraschung wird mir jetzt, da es wärmer geworden ist, bewusst, dass derartige Fahrten in Motorradkreisen die Regel sind. Es sind ungeheuer viel Motorräder unterwegs, die offenbar kein festes Ziel haben und einfach nur zum Spaß durchs Land brausen. Ich muss noch viel entspannter werden und mein schlechtes Gewissen abschütteln. Zum Abschluss habe ich noch eine weitere kleine Pause am Rossberg gemacht.

Montag, 20. April 2015

Inspektion fällig

Dank des guten Wetters finden jetzt viele Fahrten zur Arbeit statt (wo ich das Motorrad stets gut im Blick habe wenn ich aus dem Bürofenster schaue). Das lässt die 30.000 Kilometer-Inspektion rasend schnell näher rücken. Morgen überschreite ich diese magische Ziffer. Mit der Werkstatt habe ich inzwischen Kontakt aufgenommen. Ich bin gespannt, wann ich einen Termin bekomme.

Donnerstag, 16. April 2015

Fahrsicherheitstraining

Kilometer 29647 bis 29797

Heute habe ich 44 Kilometer auf dem Verkehrsübungsplatz in Leonberg und insgesamt 150 Kilometer auf dem Motorrad zurück gelegt. Ich habe an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen, das bei mir gemischte Gefühle zurück gelassen hat. Zwar haben wir Teilnehmerinnen und Teilnehmer allerhand Übungen gemacht, die wir im normalen Straßenverkehr nicht machen würden, aber als "Wiedereinsteigerkurs" hat das Training sein Thema in meinen Augen verfehlt.


Immerhin sind enges Kurvenfahren, Slalomfahrten, Langsamfahren, Vollbremsungen, ungünstige Anfahrsituationen und auch Ausweichmanöver jetzt weniger knifflig - wir haben sie ausdauernd geübt -, aber geänderte Rahmenrichtlinien oder Grundtugenden des Verhaltens im Straßenverkehr (Regeln beachten, Richtung anzeigen, ...) wurden nicht behandelt.


In der Kursevaluation habe ich das bemängelt. Dem wurde entgegen gehalten, dass diese Aspekte früher Teil des Trainings waren aber als zu "oberlehrerhaft" empfunden und deshalb irgendwann weg gelassen wurden. Mir will nicht recht klar werden wie "Verkehrssicherheit" ohne diese Grundtugenden erlangt werden kann.

Die Gruppe, die an dem Training teilnahm war höchst inhomogen - sowohl von den Motorrädern her als auch von den Fertigkeiten mit diesen. Es war dennoch ein nettes Rudel Leute und ich habe einiges über moderne Motorräder gelernt. Besonders gut hat mir eine ganz neue Ducati-Scrambler gefallen. Ich habe immer schon davon geträumt eine alte Scrambler zu fahren. Leider war mir die immer zu klein. Die neue Scrambler ist es leider auch.

Einschließlich der heutigen Fahrt habe ich in dieser Woche ungefähr 450 Kilometer auf dem Motorrad zurück gelegt. Es war eben trockenes warmes Wetter und eine Strecke zur Arbeit sind ziemlich genau 40 Kilometer. Die 30.000 Kilometer-Inspektion rückt mit Riesenschritten näher und ich weiß noch nicht ob ich den örtlichen Motorradhändler (ein total chaotischer Laden) oder den in einiger Distanz liegenden Honda-Vertragshändler bemühen soll. Wahrscheinlich macht sich ein Honda-Stempel im Wartungsheft ganz gut. Die Werkstatt in der Nachbarschaft kann ich für kleinere Reparaturen oder Anbauten (Zusatzscheinwerfer/Kofferträger) einspannen (wenn ich die nicht selbst montiere).

Montag, 13. April 2015

Mittagspause

Heute bin ich endlich mal mit dem Motorrad zur Arbeit gefahren und ich habe die Absicht, das den Rest der Woche auch zu tun (mit Ausnahme des Donnerstags, an dem ich frei und andere Pläne für das Motorrad habe).

In meiner Mittagspause habe ich mich auch aufs Motorrad geschwungen und ziemlich exakt eine halbe Stunde damit verbracht einen etwas zweifelhaften Rundkurs im Stuttgarter Südwesten zu absolvieren.

Samstag, 11. April 2015

Gedrängel


Ich wollte mich beim örtlichen Honda-Händler über die Vorgehensweise bei der Anbahnung der 30 000 - Kilomter-Inspektion erkundigen, aber dort war eine Art Massenauflauf. Offenbar wird so etwas wie ein "Saisonbeginn" zelebriert. Ich habe mich nach kurzer Begutachtung des üppigen Motorradangebots wieder aus dem Staub gemacht. Die Transalp machte immerhin ein gute Figur unter all den schnittigen Krafträdern, die da standen.

Freitag, 10. April 2015

Gartenarbeit

Kilometer 29146 bis 29329

Meine Mutter hatte mich schon vor 14 Tagen gebeten mal bei ihr vorbei zu schauen um ein paar Sträucher auszugraben. Ich hatte mir schließlich diesen Freitag frei genommen weil es sich an einem normalen Wochentag nicht einrichten ließ nach der Arbeit zu ihr zu fahren. Heute war so blendendes Wetter, dass ich diesen Arbeitsauftrag mit einer ersten ausgedehnteren Motorradfahrt verbinden konnte.

Mein Weg führte mich über die B27 auf die A81 Richtung Norden. Als ich an Leonberg vorbei kam machte ich einen kleinen Abstecher zum ADAC-Verkehrsübungsplatz, wo ich kommenden Donnerstag einen "Wiedereinsteigerkurs" besuchen werde.
Ich beobachtete dort zahlreiche Motorradfahrer, die so einen Kurs offenbar schon heute belegt hatten. Hoffentlich haben wir am Donnerstag ähnlich gutes Wetter.

Kurz vor meinem Ziel fuhr ich noch einen kleinen Umweg weil ich viel zu früh da war - eine Autobahnfahrt an einem späten Freitagvormittag kann zügig vonstatten gehen, wenn es auf der Strecke keine nennenswerten Behinderungen gibt. Das war heute nicht der Fall.

Nach getaner Arbeit bekam ich ein nahrhaftes Mittagessen und einen belebenden Kaffee und machte mich wieder auf den Heimweg.

Diesmal wählte ich die B14 und die B29 und geriet in den Freitagnachmittags- Feierabendverkehr. So kommt es, dass ich auf der kürzeren Strecke ohne Abzweige und Umwege länger unterwegs war als auf dem etwas weiteren Hinweg.

Beide Strecken waren erheblich weniger angenehm als meine abendlichen Kurztrips am Albrand. Autobahn- und Bundesstraßenfahren ist ziemlich witzlos. Insbesondere bei konstanter Geschwindigkeitsbegrenzung. Ich sollte mich mehr mit Motorradnavigation beschäftigen und gezielt Landstraßen auswählen.

Freitag, 3. April 2015

...eben mal zum Tanken

Kilometer 28946 - 29017


Eigentlich wollte ich nur mal eben Tanken fahren. Das hat dann fast zwei Stunden gedauert weil ich erst mal einen ca. 70 Kilometer langen Umweg gefahren bin und dann nochmal am Bootshaus vorbei fuhr, wo ich Charly und Sabine getroffen habe, die ein neues Boot angeliefert haben, das natürlich ausgiebig gewürdigt werden musste.


Mein Weg führte mich bis zu einem Starzelabschnitt, der - wie ich herausfand - heute genug Wasser für eine Bootsfahrt gehabt hätte. Beim nächsten Mal paddele ich wieder. Motorradfahren hat aber auch Spaß gemacht.

Freitag, 20. März 2015

Feierabendrunde

Kilometer 28878 - 28909

Ich trainiere ja intensiv das ökologische Gewissen zu unterdrücken. Ganz will es mir jedoch nicht gelingen. Heute hatte ich wieder mal den Plan mit dem Motorrad zur Arbeit zu fahren und diesmal scheiterte der wirklich an der Kälte (0°C). Um diese Enttäuschung auszugleichen habe ich am Nachmittag noch eine Runde über die "Härten" unternommen. Bei Kirchentellinsfurt wollte ich wieder nach Einsiedel abbiegen aber die Straße, die zwischenzeitlich wieder befahrbar war, ist heute wieder abgeschrankt.

Mittwoch, 18. März 2015

Fahrt auf den Roßberg

Kilometer 28811- 28878

Eigentlich hatte ich ja den Plan heute morgen erneut mit dem Motorrad zur Arbeit zu fahren. Ich war aber schon so früh wach, dass ich mich entschloss mit dem Auto zu fahren (dabei stellte es sich heraus, dass es auch schon vor Sechs Uhr warm genug für eine Fahrt mit dem Motorrad gewesen wäre). Entsprechend früh konnte ich Feierabend machen und noch eine unökologische Fahrt auf die Schwäbische Alb unternehmen. Die Temperaturen lagen knapp unter 20°C, ich hatte den neuen Helm auf und meine 30 Jahre alte Lederkombi angezogen, an der zwar ein paar Nähte erneuert werden müssen, die mir aber noch prima passt.

Leder hat den Vorteil bei Wärme nicht an der Haut zu kleben. Die vortrefflich warme Nylonhose, die ich mir geleistet habe klebt und behindert mich, wenn es warm ist.


Meine Fahrt führte mich - wie geplant - über Gomaringen über Talheim und Melchingen letztlich auf den Roßberg, wo ich eine von daheim mitgebrachte Brezel vertilgte und die Nachmittagssonne genoss. Mein Plan war eigentlich gewesen den schmalen Waldweg hinunter nach Gönningen zu fahren aber der war noch abgeschrankt. Ich war nicht dreist genug die Schranke zu umfahren und fuhr zurück über Genkingen hinunter nach Gönningen.
Das Tracking-Programm hat Strecke und Fahrtdaten aufgezeichnet und allmählich gewöhne ich mich an die kleinen Screenshots.