Donnerstag, 11. Dezember 2014

Motorradkauf

Es ist inzwischen schon drei Wochen her. Nach längerer Suche allerlei Abwägen dem eine oder anderen freundlichen oder auch besorgten Ratschlag und schließlichem Verwerfen jeglicher Vernunftüberlegungen habe ich mir ein Motorrad gekauft.

Eine Transalp (genauer: Honda XL 600 VT) aus dem Jahr 1996 mit 27000 Kilometern auf dem Tacho und quasi keinen Abnutzungsercheinungen. Jedenfalls keine, die ein Laie wie ich wahrnehmen könnte.

Ich hatte vermieden irgendwelche Motorradfahrenden Freunde in die Pflicht zu nehmen. Nichts gefährdet eine Freundschaft mehr als ein guter Ratschlag, der sich im Nachhinein als schlechter Rat entpuppt. Ich wollte selbst verantwortlich sein für diesen Kauf.

Am Samstag sah ich mir zwei Maschinen an. Für die zweite aus Heidenheim an der Brenz entschied ich mich obwohl sie gut 10000 Kilometer mehr auf dem Tacho hatte aber 4 Jahre jünger war, "Wie neu" aussah und nicht so komisch beim Einfedern des Vorderrads knirschte.

Am Sonntag lieh ich mir von Andreas einen Anhänger, fuhr von meinem Heimatort (Tübingen) über die neblige Ostalp, auf der die Bäume von einer dicken Eisschicht bedeckt waren, nach Heidenheim und holte die Maschine im Tausch gegen ein dickes Bündel Geldscheine aus mehreren Geldautomaten ab.


Auf dem Rückweg machte ich noch schnell ein Bild der Fuhre, dass ich gleich Andreas schickte (er sandte im Gegenzug ein Bild vom Paddeln auf dem Neckar (in einem meiner Boote).

Die ganze Fahrt über hatte ich dieses Motorrad nun im Rückspiegel und rätselte ob ich wohl ernstlich bei solch einer Witterung jemals auf diese Katze im Sack steigen und damit über Landstraßen und Autobahnen fahren würde.

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